Haus Bethesda
Im Jahr 1908 wurde das Haus Bethesda (aramäisch: beth hasada = Haus der Gnade) als Siechenhaus (frühere Bezeichnung für eine Form des Krankenhauses für schwer oder unheilbar erkrankte Menschen) durch den „Verein für Innere Mission im Kreis Hoyerswerda“ gebaut und eingeweiht. Später wurde es zum Alters- und Kinderheim umgebaut. Im Jahr 1911 erfolgte auf dem benachbarten Grundstück der Bau eines Vereinshauses mit Gemeindeschwesternstation. Träger der Häuser war der „Verein für Innere Mission im Kreis Hoyerswerda“.
Im Jahr 1974 musste die Arbeit mit Kindern aufgegeben werden, weil durch staatliche Behörden keine Kinder mehr zugewiesen wurden. Von da an bis in das Jahr 1989 wurde es als Alters- und Pflegeheim weiter genutzt.
Im Jahr 1991 gründete sich das Diakonische Werk des Kirchenkreises Hoyerswerda e. V., um das Haus Bethesda wieder mit sozialdiakonischer Arbeit zu beleben. Die Suchtberatungs- und Suchtbehandlungsstelle wurde eingerichtet. Im Laufe der Zeit wurde das Haus um verschiedene Projekte bereichert: das Selbsthilfezentrum wurde gegründet, die Jugendsozialarbeit mit schwervermittelbaren Jugendlichen begann, die Beratungsstelle für Familien nahm ihre Arbeit auf und eine Begegnungsstätte wurde eingerichtet.
Heute gehört das Haus mit seinen verschiedenen Arbeitsfeldern zur StattRand gGmbH im Unternehmensverbund Diakonie St. Martin.
* Zusammenfassungen aus der Festschrift 100 Jahre Haus „Bethesda“; Diakonisches Werk Hoyerswerda; 2008