• Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

30 Jahre Denkort gegen das Vergessen

30 Jahre Denkort (Bild vergrößern)
Bild zur Meldung: 30 Jahre Denkort

Vor 30 Jahren wurde am Buß- und Bettag im Martinshof ein Denkort eingeweiht, der uns Mahnung und Erinnerung zugleich ist. Am Freitag, den 21. November luden die Stiftung der Diakonie St. Martin und die Brüder- und Schwesternschaft ein, um innezuhalten und sich der Menschen zu erinnern, die an diesem Ort Leid und Not ertragen mussten und keine sichere Zuflucht fanden. Neben Mitarbeitenden und Gemeinschaftsmitgliedern kamen zahlreiche Gäste. Judy Hannes aus Amerika sprach zu uns als Urenkelin von Amanda Hannes, die einst als eine von 26 jüdischen Menschen in Tormersdorf in dieser Zeit verstorben ist. Sie wurde begleitet von Lauren Leidermann, die in sorgfältigen Recherchen die Geschichte der jüdischen Menschen in der damaligen Zeit weiter aufarbeitet und durch entsprechende Projekte und Veranstaltungen das Gedenken, die Begegnung und Versöhnung fördert. Der Sächsische Landesrabbiner Akiva Weingarten sang am Denkort das Jüdische Trauer-Kaddisch. Superintendent Daniel Schmidt hielt eine Andacht. Der Kantor Johannes Leue, der einst die 5 Säulen des Denkortes gestaltet hat, begleitete die Veranstaltung musikalisch. Neben dem Landrat und dem Rothenburger Bürgermeister folgte der Einladung auch der Bildhauer Roland Luchmann, der damals mit seinem Vater Klaus Luchmann den Denkort entworfen und die Steinplatte gestaltet hatte.